Kraniche - Vögel des Glücks

Nahe der Stadt Mölln befindet sich der sogenannte Oldenburger Wall. Der Oldenburger Wall ist ein bewaldeter Ringwall einer slawischen Burg und stammt aus dem 8. Jahrhundert. Besonders in der Abenddämmerung lässt sich hier ein faszinierendes Schauspiel erleben, wenn in der Zeit von Mitte September bis Mitte November hunderte von Kranichen allabendlich ihren Schlafplatz aufsuchen und mit lautem getröte die Abendruhe einläuten.

 

Dem Kranich werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Er ist Symbol für langes Leben, Weisheit und insbesondere wird er als Vogel des Glücks bezeichnet. Beachtlich ist seine Größe von bis zu 130 Zentimeter Höhe. Seine Flügelspannweite beträgt beeindruckende 245 Zentimeter.

 

Ab Mitte September machen sich die Kraniche von Skandinavien in südliche Richtung auf und suchen ihre Rastplätze im Herzogtum Lauenmburg auf. Hier verweilen sie je nach Wetterverhältnis teilweise bis in den Dezember hinein, bevor es weiter auf ihrer Zugroute in Richtung Frankreich und Süd-Spanien geht.

 

Regelmäßig bieten der NABU und auch der Naturpark Lauenburgische Seen geführte Exkursionen zu den Kranichen an. Aber auch auf eigene Faust lässt sich das Naturschauspiel beobachten. Selbstverständlich gilt bei der Beobachtung absolute Rücksichtnahme auf die Tiere. Der Kranich ist eine streng geschützte Art. Eine Beobachtung ist nur von den Beobachtungspunkten mit großem Abstand erlaubt. Mit etwas Glück sind die Vögel nahe an den öffentlichen Wegen. Ein Teleobjektiv ist für alle Naturfotografen grundsätzlich sehr empfehlenswert.

 

Am 03.10.2018
Kranichzug © Heinz-Achim Borck NABU

Am 03.10.2018

Kranichzug im Lauenburgischen

Mölln

Während dieser Exkursion wird ein Vorsammelplatz der Kraniche aufgesucht, um dann anschließend den abendlichen Einflug der "Vögel des Glücks" vom Oldenburger Wall bei Lehmrade aus in den Oldenburger See zu beobachten.

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