Neue Methoden der Pflanzenzüchtung

23879 Mölln

Menschen züchten Pflanzen, seit sie vor etwa 12.000 Jahren sesshaft wurden. Fast genauso lange war Züchtung intuitiv: Man nutzte die vorhandene oder entdeckte Variabilität der Pflanzen und betrieb eine Auslesezüchtung. So entstanden unsere heutigen Kulturpflanzen. Mit Wiederentdeckung der Mendelschen Regeln zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die wissenschaftliche Züchtung, die den Zuchtfortschritt enorm beschleunigte. Mit Entdeckung der mutationsauslösenden Wirkung ionisierender Strahlen durch Emmy Stein (1921) wurde als zusätzliche Methode zur Verbreiterung der genetischen Vielfalt die Mutationszüchtung entwickelt. Diese wurde zu Beginn der 1980-er Jahre durch die mittlerweile klassische Gentechnik abgelöst. Etwa um 2012 wurden die DNA bakterieller Abwehrsysteme gegen Virusinfektionen und resistenzbrechender Eigenschaften phytopathogener Pilze entschlüsselt. Mit ihrer Hilfe entwickelten Forscher Verfahren des »Genom Editing« wie CRISPR/Cas oder TALEN, die es ermöglichen, die DNA – das Erbgut – gezielt zu verändern.

(Foto: Bauer in Bangladesch zeigt stolz seine insektenresistenten gv-Auberginen)

 

Professor Jacobsens Vortrag führt durch diese Entwicklung und versucht, die Auswirkungen zu bewerten. Der Biologe war vor seiner Emeritierung am Institut für Pflanzengenetik an der Leibniz-Universität Hannover tätig.

 

 

 

 

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Termine
  • Am 26.11.2019

    Um 19:30 Uhr

Preis

Kostenlos

Eintritt frei

Veranstaltungsort

Stadthauptmannshof
Hauptstraße 150
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Kontakt

Stiftung Herzogtum Lauenburg

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