Die Masche in Mölln

23879 Mölln

Die Masche, das ist der Woll-Laden in Mölln. Das kleine, mitten in der Altstadt gelegene inhabergeführte Geschäft überzeugt durch eine große Auswahl an hochwertiger Wolle und besticht durch hervorragende Beratung und Anleitung.

 

Stricken in den 1980igern und heute

Anfang der Achtziger  eröffnete  Ulrike Mönnig „Die Masche“ in Mölln – und ihr Geschäft war vom ersten Tag an ein Erfolg. Die Achtziger, das war die Zeit, in der immer und überall gestrickt wurde – in den Straßenbahnen, in der Universität und sogar im Bundestag. Neue Garne eroberten den Markt, wie z.B. Langhaarmohair oder Mohair mit dicken bunten Noppen, die „Buffo“. Die Kundinnen waren ganz verrückt danach, es gab regelrechte Kämpfe um die Wollknäuel. Bei den Sommergarnen gab es erstmals Bändchen, Chenille und Lurex Garne. In den Neunzigern musste alles plötzlich „cool“ und technisch aussehen. Die Zeit der Computer zog in die Haushalte ein und die Stricklust ging zurück. Glücklicherweise gab es auch zu diesen Zeiten begeisterte Menschen, für die Stricken einfach zum Leben gehörte und die weiterhin individuelle Pullover, Schals, Kindersachen oder Socken strickten. Im 2. Jahrtausend kehrte die Stricklust und damit der Woll-Boom zurück. Mit den „My boshi“ Mützen, dicken Loops und Schals kam die Strick-Euphorie zurück. Auch junge Menschen lassen sich inspirieren, etwas mit den eigenen Händen zu fertigen. Für viele ist es das erste Mal, dass sie das Wunder erleben, wie aus einem kleinen Knäuel Wolle und ein paar Stricknadeln eine ganz besondere Mütze oder ein schöner Schal entsteht.

 

Stricken in Fernost

Außerhalb von Europa, z.B. in Japan und China war Stricken  bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nahezu unbekannt, Erste Verbreitung erlebte das Handstricken in Japan mit der Entmachtung der Samurai und der Umorganisation des Militärs. Insbesondere das Militär hatte Bedarf an gestrickten Handschuhen und Tabi (knöchelhohe Socken mit abgetrenntem großen Zeh). Die breitere Bevölkerung begeisterte das Stricken erst in den 1870er Jahren mit der zunehmenden Öffnung des Landes und der Einrichtung christlicher Mädchenschulen, die von westlichen Missionarinnen geführt wurden. Auch in China war das Stricken lange Zeit unbekannt. Die Wolle wurde traditionell verfilzt oder gewoben; Strümpfe wurden aus Webstoffen geschnitten und genäht. Erst mit dem Import gestrickter Strümpfe und gestrickter Unterwäsche im späten 19. Jahrhundert wurde Stricken in China populär.

 

Handarbeit entspannt

Stricken und Häkeln beruhigt und entspannt ganz wunderbar. Handarbeit mindert Stress und fördert gleichzeitig kreatives Denken. So trainiert man den Kopf, denn das Gehirn konzentriert sich auf das Werken mit den Händen und lässt keine negativen Gedanken zu. Kurz gesagt „Stricken und Häkeln macht glücklich“. Häkeln ist nicht schwer – das erlernen auch Anfängerinnen schnell und ohne Probleme. Luftmaschen, Stäbchen  oder Kreuzstäbchen sind schnell erlernt und die großen und kleinen handgefertigten Kunstwerke sind schnell fertig, z.B. Emoji als Herz- oder Smiley, Babymützen oder kunstvolle Deckchen. Ideal fürs Häkeln ist merzerisierte Baumwolle, oder die edle Pima-Baumwolle. Diese Baumwollgarne werden speziell behandelt und haben einen leichten Glanz und lassen sich leicht verarbeiten. Die so genannten „Topflappengarne“ sind unbehandelt und wirken auf den ersten Blick etwas stumpfer als die Garne, die man zum Häkeln von verwendet. Baumwolle ist unkompliziert und pflegeleicht kann in der Waschmaschine bei 40° gewaschen werden. Durch die unglaubliche Vielzahl an Wollgarnen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es gibt heutzutage Mohair, Alpaka oder Kaschmirgarne, Effektgarne mit Lurex, Pailetten und vieles andere mehr. Zweimal im Jahr kommt eine neue Kollektion und die neuen Garne begeistern immer wieder aufs Neue und voller Spannung werden die ersten fertigen Werke erwartet. Über das Jahr verteilt erscheinen verschiedene Anleitungshefte für Pullover, Jacken, Accessoires, Strümpfe, Kissen oder Decken. Es ist nie zu spät die Stricknadeln oder die Häkelnadel zur Hand zu nehmen und Masche für Masche zum Ziel zu kommen. „Die Masche“ in Mölln freut sich auf ihre Besucher und zusätzlich zur Wolle ist immer der eine oder andere gute Ratschlag kostenlos zu haben. Die Atmosphäre in dem kleinen knuffigen Laden lädt auch immer wieder zum Austausch mit anderen begeisterten Handarbeitern ein.

 

Zahlungsmöglichkeiten: Bar und EC Kartenzahlung

Geöffnet

Montag und Freitag: 09:30 Uhr - 18:00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag: 09:30 Uhr - 13:30 Uhr
Samstag: 09:30 Uhr - 13:00 Uhr

Kontakt

Die Masche in Mölln

Hauptstrasse 86
23879 Mölln